Zuchtreglementierung

in der Fassung vom 01.01.2018

§ 1.1 Geltung und Grundlagen

Die PNH  führt ein eigenes  Zuchtbuch  und bietet Züchtern Eintragungen in das Zuchtbuch des PNA bzw. eine Registerung der Welpen.

 Diese Ahnentafeln  können nur von Mitgliedern des PNA beantragt werden. Hundehändler sind davon ausgeschlossen. Grundlage für die Ausstellung der Ahnentafeln sind die Vorlage von Zuchtunterlagen der Elterntiere, mit 3 Generationen.

§ 1.2 Zweck

Entsprechend den in der Satzung festgelegten Zielen des PNA, ihrem Selbstverständnis und ihren Aufgaben, dient die Zucht als Zweck der Erhaltung der wahren Rassen in gesunder Konstitution und dem typischen Wesen und Charakter. Die Zuchtordnung des PNA legt die für diesen Zweck jeweils erforderlichen Regelungen fest, um damit den Züchtern die Möglichkeiten einer seriösen, züchterischen und freien Entfaltung zu geben

§ 2 Bedingungen für die Zucht in der PNH

§ 2.1 Zuchtrecht

Als Züchter gilt der Eigentümer oder Mieter der Hündin zur Zeit des Belegens.

§ 2.2 Zuchtbedingungen

Ein Züchter muss seinen  Zuchthunden artgerechte, menschenbezogene Haltung mit ausreichendem Auslauf und seinen Welpen beste Aufzuchtbedingungen bieten können. Er muss über qualifiziertes kynologisches Wissen verfügen und sich darin auch weiter fortbilden.

§ 2.3 Erstzüchter

Bevor der erste Wurf gezüchtet wird, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
a) Vorgabe eines Zwingernamens
b) Zuchtstättenbesichtigung durch ein Tierschutzbeauftragten oder eine schriftliche Erklärung des Züchters (Vordruck/ Formblatt) über seine häuslichen, räumlichen Bedingungen, um zu überprüfen, ob die Voraussetzungen für eine ordentliche Zucht gegeben sind.

 

§ 3 Zuchthunde

§ 3.1 Grundsätzliches

Es darf nur mit gesunden und wesensmäßig einwandfreien Hunden gezüchtet werden, die in einem  Zuchtbuch oder Register eines Hundevereins oder des PNH eingetragen oder in diese übernommen worden sind und die Voraussetzungen gemäß dieser Zuchtordnung erfüllen.

§ 3.2 Zur Zucht nicht zugelassen

Sind Hunde, die zuchtausschliessende Fehler haben, z.B. Wesensschwäche, angeborene Taubheit oder Blindheit, Hasenscharte, Spaltrachen, erhebliche Zahnfehler und Kieferanomalien, Progressive Retina-Atrophie (PRA), festgestellte Primäre Linsenluxation (PLL),  Katarakt, Epilepsie, Kryptorchismus,  Monorchismus oder  Albinismus.



§ 4 ZUCHT

§ 4.1 Mindestalter

Rüden können zeitlich unbegrenzt in der Zucht eingesetzt werden. Hündinnen ab 15.Monate bis zur Vollendung des 9. Lebensjahres und sollen nicht mehr als 6 Würfe in Ihrem Leben aufziehen.

§ 4.2 Schutz der Hündin.

§4.2.1
Eine Hündin, die zweimal durch Kaiserschnitt entbunden wurde, darf mit Rücksicht auf ihre Gesundheit nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden.


§4.2.2
Hündinnen müssen nach 2 Würfen die  dritte Hitze aussetzen.

§4.2.3
Sind aus dem letzten Wurf der Zuchthündin  8 Welpen  und mehr aufgezogen worden, muss der Hündin eine Ruhepause von zwölf Monaten, gerechnet von Decktag zu Decktag, gewährt werden.

§ 4.4 Inzestpaarungen / Wurfwiederholung
a) Inzestpaarungen (Vater/Tochter, Mutter/Sohn, Vollgeschwister) sind nur mit Genehmigung der
Zuchtleitung gestattet. 

§ 5 Zuchtkontrolle und Wurfabnahme

§ 5.1 Wurfmeldung

Züchter sind verpflichtet, einen gefallenen Wurf bis zur Wurfabnahme der Zuchtleitung zu melden

§ 5.2 Allgemeine Pflichten des Züchters

§5.2.1
Jeder Welpe muss vor der Wurfabnahme ausreichend biologisch entwurmt (mindestens 3 x) werden.


§5.2.3
Die Abgabe der Welpen darf auf keinen Fall vor der endgültigen Wurfabnahme erfolgen.

§ 5.3 Wurfabnahme

§5.3.2
Die endgültige Wurfabnahme ( durch die Zuchtleitung ) darf nicht vor der vollendeten achten Lebenswoche der Welpen erfolgen und muss spätestens bis zur 12. Lebenswoche durchgeführt sein.

§5.3.3

Grundsätzlich werden die Würfe von den zuständigen Zuchtwarten oder von der Zuchtleitung abgenommen. In besonderen Fällen kann auch der Tierarzt den Wurf abnehmen  und das Wurfabnahmeprotokoll entsprechend ausfüllen und unterschreiben

§5.3.4
Der Zuchtwart / Zuchtleitung  muss über jede Wurfabnahme einen schriftlichen Wurfabnahmebericht erstellen. Er hat auch zu prüfen und zu dokumentieren, dass die Voraussetzungen zur Zucht in der Zuchtstätte weiterhin gegeben sind.

§5.3.5
Den Antrag auf Wurfeintragung füllt der Züchter zusammen mit dem Zuchtwart oder Tierarzt aus. Es sind zuerst die Rüden und dann die Hündinnen (jeweils in alphabetischer Reihenfolge aufzu-
führen. Alle Welpen eines Wurfes müssen verschiedene Rufnamen mit demselben Anfangsbuchstaben haben. Welpen eines Zwingers dürfen nicht dieselben Rufnamen führen. Für den ersten Wurf im Zwinger beginnen die Rufnamen mit "A", für den zweiten mit "B", usw. unabhängig von der Rasse in der Zuchtstätte.

§ 5.4 Wurfeintrag

§5.4.1
Züchter müssen den Wurf durch Zusendung der Wurfunterlagen binnen vier Wochen nach der endgültigen Wurfabnahme zur Eintragung in das Zuchtbuch an  die Zuchtleitung melden.

§5.4.2
Zusammen mit dem Wurfabnahmebericht sind folgende Unterlagen einzureichen:
a) Ahnentafel der Mutterhündin
b) Ahnentafel des Deckrüden
d) Eintragungsgebühren gemäß gültiger Gebührenordnung der PNH

§ 6 Zuchtberatung und Zuchtkontrolle

Die Zuchtleitung des PNH ist zuständig für die Überwachung der Zucht und die Information der Züchter in zuchtrelevanten Fragen.

§ 7 Zwingernamen, Zwingernamenschutz

§ 7.1 Zwingername
Der Zwingername hat die Bedeutung eines Zunamens des Hundes. Der Zwingername wird nur dann anerkannt, wenn er für den Züchter durch des PNA bestätigt ist.

§ 8 Zuchtbuch

§ 8.1 Zuchtbuchführer

Das Zuchtbuch des PNA  führt die Zuchtleitung. Sie wird  im Vorstand gewählt.

§ 8.2 Zuchtbuch und Ahnentafeln

§8.2.1. Die Ahnentafeln werden  von der Zuchtbuchstelle binnen eines Monats nach Eingang
des Wurfeintragungs-Antrages  fertig gestellt und  dem Züchter zur Verfügung gestellt.

§ 8.2.2
Welpen mit zuchtausschließenden Fehlern erhalten einen entsprechenden Vermerk

§ 9 Ahnentafeln

§ 9.1 Eigentum an der Ahnentafel

Die Ahnentafeln sind Eigentum der PNH. Sie sind juriistisch echt und haben ihre öffentlich rechtliche Gültigkeit. Sie werden dem jeweiligen Eigentümer des Hundes zu treuen Händen übergeben. Auf Verlangen sind sie vorzulegen. Im Falle des Todes des Hundes ist die Ahnentafel unter Angabe des Todestages und der Todesursache unverzüglich an den Zuchtbuchführer einzuschicken.

§ 9.2 Besitzrecht an der Ahnentafel

Beim Verkauf eines Hundes ist dem Käufer die Ahnentafel auszuhändigen bzw. nachzureichen.

§ 9.4 Ungültigkeitserklärung

In Verlust geratene Ahnentafeln können für ungültig erklärt werden. Nach Prüfung des Sachverhaltes durch den Zuchtbuchführer wird von der Zuchtbuchstelle eine Zweitschrift erstellt.

§ 9.5 Eigentumswechsel

Jeder Eigentumswechsel muss vom abgebenden Eigentümer unter Angabe des neuen Eigentümers und des Datums auf der Ahnentafel eingetragen und durch Unterschrift bestätigt werden.

§ 10 REGISTER

Würfe, bei denen drei vollständige Generationen nicht nachgewiesen werden können, werden in das Register des IGA-Zuchtbuches eingetragen.

§ 11 Gebühren

Die für die Zucht geltenden Gebühren sind in der Gebührenordnung enthalten.

§ 12 Verstöße

§ 12.1
Die Überwachung der Einhaltung der PNH-Zuchtordnung obliegt der Zuchtleitung .

§ 12.4
Hunde dürfen nicht wissentlich an Hundehändler abgegeben werden. Eine Abgabe an den Hundehandel zieht die Sperrung des Zuchtbuchs und den Entzug der Mitgliedschaft in der PNH nach sich.

§ 13 Schlussbestimmungen

§ 13.1
In begründeten Einzelfällen, insbesondere zur Förderung der genetischen Breite der deutschen Zuchtbasis sowie zur Sicherung der ursprünglichen Rassemerkmale der Hunderasse kann der Vorstand auf Antrag Abweichungen von den oben genannten Zuchtbestimmungen beschließen.

§ 13.2
Die Nichtigkeit von Teilen dieser Ordnung zieht nicht die Nichtigkeit der Zuchtordnung insgesamt nach sich.

§ 13.3
Änderungen dieser Zuchtordnung können vom Vorstand bei Bedarf vorgenommen werden.

§ 13.4 Diese Ordnung tritt am 01.01.2018 in Kraft.