Sinn und Unsinn von Studien und ( Vorsorge)Untersuchungen aller Art

Unser Fortschritt in der medizinischen Entwicklung basiert  auf viele entsprechende Studien.

Allerdings wird immer am Symptom, an der auftretenden Erkrankung geforscht und die Ganzheitlichkeit des Organismus im Zusammenspiel bei der Entstehung bleibt oft  im Hintertreffen. 

Erkrankungen und dessen Behandlungen mit Medikamenten, sowie Untersuchungen, bezogen auf mögliche Erberkrankungen, sind auf entsprechende Studien aufgebaut.
Wir Menschen vertrauen diesen Studien und reagieren mit entsprechenden Handlungen, indem wir uns und unsere Tiere testen lassen,bzw. empfohlene Medikamente verabreichen.
Aber die Frage stellt sich, wie sicher sind all diese Studien tatsächlich belegt, wie gut kann ich diesen Studien vertrauen?
 Sind sie wirklich zum Wohle des Menschen/ des Tieres ausgerichtet oder stehen mehr wirtschaftliche Interessen von Pharma-Konzernen und Betreibern der Unternehmen dahinter?

Es wurde und wird möglicherweise mit Angst und Verunsicherung gespielt und der Mensch damit in eine Richtung der Schwäche und Folgsamkeit gebracht, besonders in der Verabreichung von Medikamenten zu vermeintlichen Erkrankungen und auch in der Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen, genetischen Tests und Kontrollen,  um mögliche Krankheit im Vorfeld zu erkennen.

 

Untersuchungspflicht in der Rassehundezucht
Gerade in der Zucht unserer Rassehunde obliegen die Züchter dem Druck und Zwang der Vereine, ihre Hunde auf unterschiedliche Erberkrankungen untersuchen zu lassen.
Der damit verbundene wirtschaftliche Gewinn der Pharmarzie und deren Netzwerke, wie auch der Tierärzte zu einzelnen Untersuchungen muss einmal in der Relation zum gesundheitlichen Gewinn gesetzt werden.

Narkosen ( wie bei der HD ) Blutentnahmen ( div . Gentests ) , Palpationen (wie bei der  PL ) gehören in den meisten Rassehundenzuchten zur Voraussetzung der Zuchttauglichkeit.

Vom Grundgedanken sicherlich lobenswert, aber was wäre, wenn diese Ergebnisse letztendlich nur wenig Aussagekraft haben?

Sind unsere Tiere gesünder geworden ?

Oder sind möglicherweise in den letzen Jahrzehnten mehr genetische Dispositionen entstanden?
Was wäre, wenn der immer stärker eingeschränkte Genpol der Hunderassen, durch immer mehr Auflagen an Untersuchungen und somit entsprechender Selektierung, zu eng wird und sich dadurch weitere Erkrankungen etablieren können.? Auch hier gibt es "Studien" die belegen, dass eine immer engmaschigere Selektierung eher das Gegenteil bringt.. Mehr neue Krankheitsbilder durch Verarmung der Genvielfalt....
An dieser Stelle sollte jeder Züchter und in erster Linie jeder Hundezuchtverein überlegen, mit welchen (un) sinnigen Untersuchungen Hund und Besitzer genötigt werden.

Hier nun ein interessanter Bericht zum Thema Studien...am Beispiel der Krebserkrankung

Zuverlässigkeit von Krebsstudien überprüft  Druckansicht

Quelle: Nexus

In den letzten Jahren sahen sich Wissenschaftler mit Bedenken hinsichtlich der Reproduzierbarkeit ihrer Forschungsergebnisse konfrontiert. Die Krise beruhte auf dem Verdacht, dass viele Veröffentlichungen fehlerhaft sein könnten.

Psychologen haben sich bereits intensiv mit dem Problem auseinandergesetzt – man versuchte, dessen Tragweite einzuschätzen und Lösungen dafür zu finden. Indessen deuten zwei Berichte pharmazeutischer Unternehmen darauf hin, dass sich auch Krebsforscher diesen Fragen stellen müssen.

So gab etwa Bayer HealthCare im Jahr 2011 bekannt, dass die firmeninternen Wissenschaftler lediglich 25 Prozent der Grundlagenstudien zu Krebs und anderen Krankheiten validieren konnten. (Arzneimittelhersteller führen routinemäßig solche Überprüfungen durch, um die Daten als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Medikamente zu nutzen.)

Ein Jahr später verlautbarten Dr. med. Glenn Begley und Dr. med. Lee Ellis vom Biotechnologieunternehmen Amgen, dass das Unternehmen nur sechs Forschungsergebnisse aus 53 Referenzstudien zu Krebs bestätigen konnte – also lediglich elf Prozent. Sie schrieben, dass dies vielleicht erklären könne, warum sie „nur äußerst selten in der Lage sind, Krebsforschung in klinische Erfolge umzumünzen“.

Aus Vertraulichkeitsgründen gaben jedoch weder die Arbeitsgruppen von Bayer noch die von Amgen die Liste der untersuchten Studien frei; unveröffentlicht blieben zudem ihre Methoden und Ergebnisse. Ironischerweise gab es ohne diese Daten keine Möglichkeit zu überprüfen, ob ihre Aussagen über mangelnde Reproduzierbarkeit selbst reproduzierbar waren.

„Die Berichte waren schockierend, wirkten aber auch wie Schuldzuweisungen“, so Dr. Tim Errington, ein Zellbiologe am Center for Open Science (COS) in Virginia, USA.

Dr. Elizabeth Iorns hatte den gleichen Gedanken und fand einen Weg, es besser zu machen und transparenter zu gestalten. Iorns gründete ein Start-up namens Science Exchange, das mithilfe eines großen Netzwerks aus Auftragslabors Wissenschaftler bei ihren Forschungen unterstützt – und in manchen Fällen deren Arbeit auch überprüfen kann.

Dr. Iorns kontaktierte das COS, und gemeinsam startete man das „Reproducibility Project: Cancer Biology“ – eine Initiative, bei der die Labors von Science Exchange dazu genutzt wurden, die wichtigsten Ergebnisse der 50 am häufigsten zitierten Arbeiten zur Krebsbiologie zu reproduzieren, die zwischen 2010 und 2012 veröffentlicht wurden.

Die Ergebnisse der ersten fünf dieser Reproduktionsversuche wurden am 18. Januar 2017 veröffentlicht – und lieferten keine eindeutige Antwort. Zwei bestätigten weitgehend (jedoch nicht uneingeschränkt) die Schlüsse der ursprünglichen Studien. Bei einer gelang das nicht. Die anderen beiden waren infolge technischer Gründe nicht aussagekräftig: Die Mausstämme bzw. Krebszelllinien, die in den ursprünglichen Studien verwendet wurden, verhielten sich beim zweiten Durchlauf anders.

Diese Ungewissheiten bedeuten, dass es sehr schwer zu sagen ist, ob jeder Versuch einer Reproduktion „gelang“ oder ob die ursprüngliche Studie überhaupt reproduzierbar war.

Quelle: TheAtlantic.com, 18.01.2017, http://tinyurl.com/lx25wap